Vi ste tukaj : Aktualno > Alpske novice > Bartgeier Ikarus lebt nicht mehr
Vogelliebhaber der Innerschweiz erfreuten sich seit letztem Sommer an einer besonderen Rarität. Der 2008 im Nationalpark Stilfserjoch ausgewilderte Bartgeier Ikarus streifte mehrere Monate in der Innerschweiz umher. Damit war erstmals wieder ein Bartgeier für längere Zeit in dieser Region, die Teil seines früheren Verbreitungsgebiets ist, ansässig. Anfangs November wurde der Jungvogel jedoch entkräftet aufgefunden. Auch die intensive Pflege im Natur‐ und Tierpark Goldau konnte den jungen Zuzüger nicht mehr retten: Eine Nebennieren‐ und erzmuskelentzündung schwächten den Vogel empfindlich, und ein Leberversagen führte schliesslich zu seinem Tod.
Trotz der betrüblichen Nachricht ist die Stiftung Pro Bartgeier zuversichtlich, dass Bartgeier bald wieder vermehrt in der Innerschweiz beobachten werden können. Ab nächstem Jahr fördert sie nämlich die flächige Besiedlung des Alpenraums durch Bartgeierauswilderungen in den Schweizer Nordalpen.
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Nun ist der Bartgeier dank einem internationalen Wiederansiedlungsprojekt wieder heimisch und zieht seit drei Jahren auch in der Schweiz erfolgreich Junge auf. Um den Erfolg des Wiederansiedlungsprojekts abzusichern, sind weitere Anstrengungen notwendig. So wird der Bestand mit zusätzlichen Auswilderungen von Bartgeiern, die aus noch wenig vertretenen genetischen Linien stammen, gestützt. Zudem wird die flächige Besiedlung des Alpenbogens mit einer Verlagerung der Auswilderungsregion vom Engadin in die Schweizer Nordalpen gefördert. Die nächste Auswilderung erfolgt im Frühsommer 2010 im St. Gallischen Calfeisental. |
Quelle: Wildtier Schweiz CH-WILD INFO 1 / Februar 2010 & Medieninformation der Stiftung Pro Bartgeier, 30.12.2009